Was ich nach der Lektüre von „Ich bin dann mal weg“ gelernt habe

Kennst du das auch? Das Gefühl, ein Buch zu lesen und zu merken, dass es dir immer besser geht; dass du das Bedürfnis hast, die ganze Zeit weiterzulesen.
Genau dieses Gefühl hatte ich bei dem Buch „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling. Der Autor beschreibt darin, seine Pilgerreise, den Jakobsweg, von Saint-Jean-Piet-de-Port nach Santiago de Compostela. Während seiner Pilgerreise hat er täglich Tagebuch geschrieben und dieses nun als Buch veröffentlicht.
Auf seiner Reise hat er viel über sich selbst gelernt, hat viele neue Kontakte knüpfen können und einfach Unglaubliches erlebt.
Am Ende jedes Tages hat Hape Kerkeling eine Erkenntnis des Tages formuliert. Ein paar Erkenntnisse und andere Stellen, die mich zum Nachdenken gebracht haben möchte ich mit euch teilen.

Erkenntnis des Tages:
Obwohl ich den Gipfel durch den Nebel nicht sehen kann, ist er doch da!
(S. 32)

Diese Erkenntnis ist so wichtig. Egal, wie schwer es manchmal ist und man sein Ziel vielleicht auch nicht immer sieht, umso wichtiger ist es jedoch, immer an sich zu glauben und weiterzumachen. Wenn man sein Ziel kennt, ob es eine Gipfelbesteigung ist oder eine gute Note in der nächsten Mathearbeit, wichtig ist, dass man dran bleibt. Gerade das merke ich auch in Bezug auf meine Ausbildung. Ich bin gerade ganz am Anfang und vieles klappt einfach noch nicht so gut, wichtig ist dann, dass ich mir sage, dass es besser wird, je öfter ich die Aufgabe mache.

Why are you only happy in front of a camera? (S. 60)

Als ich diesen Satz gelesen habe, war ich für einen Moment geschockt und im nächsten habe ich daran gedacht, wie war dieser Spruch ist. Ein kleiner Streit, eine Meinungsverschiedenheit oder schlechte Laune und für das Foto lacht man dann wieder. Warum sollten wir nur für ein Foto lächeln, warum sollten wir nur vor der Kamera glücklich sein? Wenn du also heute noch nicht gelächelt hast, dann tu es jetzt. LÄCHLE!

Erkenntnis des Tages:
Was macht uns menschlich? Unsere kleinen Macken und die großen Fehler. Hätten wir sie nicht, wären wir alle wandelnde Götter! (S. 107)

Gerade unsere Ecken und Kanten sind es, die uns ausmachen. Eigentlich kann ich solche Sätze nicht mehr hören, merke aber, wie viel Wahrheit in ihnen steckt. Steh zu deinen Macken, sie gehören zu deiner Persönlichkeit und glaub an dich!

Keep on running! (S. 114)

Mach immer weiter. Egal wie schwer es gerade ist. Es wird besser. Am Ende freust du dich, dass du es gemacht hast.

„Sei einfach nur du selbst! Sei nicht mehr und nicht weniger als das!“ (S.115)

Stimmt! Wie oben schon geschrieben, gerade unsere Ecken und Kanten machen uns zu der Person, die wir sind. Und wir sind gut so, wie wir sind.

Ich habe allerdings nicht den Eindruck, dass es nicht meine körperliche Kondition ist, die sich verbessert, sondern vielmehr meine mentale. (S. 130)

Von vielen Pilgern hört man, dass sie auf ihrer Reise ihr innerstes Ich, ihr wahres Selbst gefunden habe. Ich denke, da ist auf jeden Fall etwas dran. Man hat ja viel Zeit, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Ich bin auf jeden Fall neugierig geworden, ob da wirklich etwas dran ist und habe als neuen Punkt „Jakobsweg“ auf meine „bucket list“ gesetzt.

Ein kleiner Tipp zum Schluss:

„Drop the thought!“ Lass den Gedanken fallen „Sobald dich etwas im Job oder sonst wo plagt, lass den Gedanken einfach fallen. Kaue nicht auf ihm herum, denn nur so erlöst du ihn!“ (S. 249)

Zum Schluss möchte ich noch eine Empfehlung für dieses Buch aussprechen. Hape Kerkeling beschreibt sehr schön auch die unschönen Seiten der Pilgerreise und macht gleichzeitig auch Mut. Er zeigt daneben auch die vielen schönen Seiten des Pilgerns.

Jetzt bin ich neugierig geworden. Hast du schon einmal eine Pilgerreise gemacht? Wäre das etwas für dich? Wie stehst du zu dem Thema?


3 Gedanken zu “Was ich nach der Lektüre von „Ich bin dann mal weg“ gelernt habe

  1. Hab diesen frühling versucht den küsten camino zu gehen…bin aber in den pyrynäen gescheitert….zelt kaputt…alles nass….wollte nur mit meiner gitarre gehen…..ohne gheld….dumme idee….vielleicht versuchnichnes nächstes jahr noch mal…….love and peace

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