Kurzrezension – Die Schule der magischen Tiere (1)

Inhalt:
Das neue Schuljahr auf der Wintersteinschule beginnt. Damit einher kommen auch neue Gesichter auf die Schule. Ida war schon immer Klassenbeste (und möchte das auch gerne bleiben) und Miss Cornfield birgt ein Geheimnis. Welches, erfahren die SChüler ziemlich schnell. Ein Freund von ihr hat eine magische Zoohandlung mit magischen Tieren und alle Schüler werden mit der Zeit ein magisches Tier erhalten. Alle freuen sich darüber.
Wer erhält zuerst sein Tier? Und warum stinkt es in der Schule auf einmal so bestialisch?
Diesen Fragen gehen die Schüler nach. Und an ihren Seiten: die magischen Tiere.

Positiv:
Wunderbare Geschichte, bei der man selbst wieder Kind sein möchte. Große Empfehlungen für alle LeserInnen ab 8 Jahren.

Negativ:
manchmal große zeitliche und inhaltliche Sprünge

LDB-Wertung: 5/5

J P Delaney: Believe me – Spiel dein Spiel. Ich spiel es besser.

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J P Delaney | Penguin Verlag | ISBN: 978-3-328-10326-4 |
In seinem zweiten Thriller schafft es JP Delaney erneut, für eine unglaubliche Spannung zu sorgen.
Die Geschichte handelt diesmal nicht von einem Haus, dass dich mit der Zeit zu kennen scheint, sondern von Claire, 25, Studentin, die ihr Studium finanzieren muss. Sie arbeitet bei einer Kanzlei. Ihre Auftraggeber: Frauen, die glauben, dass ihre Männer ihnen untreu sind. Claires Aufgabe: Sich mit genau diesen Männern zu treffen und diese zu verführen. Sie weiß genau was sie tut und wie sie jeden Mann rumbekommt. Sie ist Schauspielerin.
Die Ausgangssituation hört sich zunächst belanglos und irgendwie auch irrational an. Doch als dann die Frau ihrer letzten Verabredung stirbt, steht sie im Rampenlicht. Sie soll der Polizeit helfen, den Täter zu finden. Sie übernimmt den Job, doch muss aufpassen. Schließlich soll niemand erfahren, was sie in der Mordnacht getan hat.
Der Kommissar und eine Psychologin bereiten Claire auf die Aufgabe vor. Kathryn ist zunächst skeptisch, ob Claire die richtige Person für diese Operation ist, schließlich geht es um Mord. Die Studentin kann schließlich die beiden Ermittler von sich überzeugen.
Das eigentlich geniale an dem Thriller ist nicht die etwas banale Ausgangssituation, sondern vielmehr das Können des Autors, den Leser dazu zu bringen, jeder Figur zu vertrauen, und dann auch wieder nicht.
Darum geht es in der Geschichte nämlich. Um Vertrauen, Treue, Wahrheit, Lüge, Inszenierung, Baudelaire und Schauspiel.
Mit der Zeit wusste ich nicht mehr, wem ich noch vertrauen kann und wer hier gerade die Wahrheit erzählt und was davon eigentlich echt ist.
Überzeugt hat mich der Autor schließlich in der Auflösung, die wirklich grandios ist. Die Wendepunkte sorgen für die nötige Spannung. Wie auch in seinem ersten Roman, erfärht der Leser nicht alles, was die Protagonistin weiß, obwohl aus der Ich-Perspektive erzählt wird. Aber gerade das trägt dazu bei, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte.